Home » Urbanes Zusammenleben: Zum Umgang Mit Migration Und Mobilitat in Europaischen Stadtgesellschaften by Wolf-Dietrich Bukow
Urbanes Zusammenleben: Zum Umgang Mit Migration Und Mobilitat in Europaischen Stadtgesellschaften Wolf-Dietrich Bukow

Urbanes Zusammenleben: Zum Umgang Mit Migration Und Mobilitat in Europaischen Stadtgesellschaften

Wolf-Dietrich Bukow

Published October 8th 2009
ISBN : 9783531170541
Paperback
261 pages
Enter the sum

 About the Book 

Das urbane Zusammenleben beschaftigt die Menschen, seitdem sich Stadte e- wickelt haben. Aber es beschaftigt sie trotz aller gesellschaftlicher Verander- gen offensichtlich weniger in der Alltagspraxis als vielmehr in der Offentlichkeit und inMoreDas urbane Zusammenleben beschaftigt die Menschen, seitdem sich Stadte e- wickelt haben. Aber es beschaftigt sie trotz aller gesellschaftlicher Verander- gen offensichtlich weniger in der Alltagspraxis als vielmehr in der Offentlichkeit und in politischen Debatten. In der Alltagspraxis herrscht trotz eines zunehm- den gesellschaftlichen Wandels eine relativ grosse Gelassenheit. In der Politik werden dagegen standig neue Erkenntnisse und Positionen formuliert. Die poli- schen Deutungen weisen mitunter ein recht knappes Verfallsdatum auf. Man bekommt dabei den Eindruck, dass die Bevolkerung letzten Endes den Hera- forderungen oft eher gewachsen ist als zum Beispiel die Politiker. Um das zu erkennen braucht man nur einen Blick auf die einschlagigen Begrifflichkeiten zu werfen. Nimmt man den Begriff Auslander, so wird das Problem schnell deutlich. Nachdem vor allem durch den Mauerbau 1961 die Ost-Westmobilitat gestoppt wurde, hat man ganz massiv Menschen aus dem Mittelmeerraum angeworben. Da sie aber nur als zeitweiliger Ersatz fur die Fluchtlinge aus der damaligen DDR betrachtet wurden, benotigte man fur sie einen spezifischen Begriff, der genau dies zum Ausdruck bringen sollte. Und da der historisch vertraute Begriff des Fremdarbeiters durch den Nationalsozialismus diskreditiert war, schien zunachst der Begriff Gastarbeiter optimal. Er stellte ein dem Nachkriegsze- geist geschuldetes politisch korrektes funktionales Aquivalent dar. Und als dann die Gastarbeiter blieben, wurde daraus der Begriff Auslander, der sich - nachst in der Offentlichkeit, dann aber auch im Alltag durchsetzte. Der Gast- beiter war ja jetzt nicht mehr automatisch Arbeiter, sondern zunehmend haufig auch Arbeitsloser.